Die Freie Schule Unterneukirchen lud vergangenen Samstag bei strahlendem Sonnenschein zu ihrer traditionellen Sonnwendfeier. Die Johannifeier gehört an den Schulen, die die Waldorfpädagogik umsetzen, zu den Jahreskreisfesten. Fast ein Jahr liegt nun schon der Umzug von Erlbach nach Unterneukirchen zurück und sie begrüßten nahezu 300 Erwachsene Besucher mit ihren Kindern, in den festlich geschmückten Gartenanlagen.

Neben Auftritten der Schüler u. a. in Form eines Musicals gab es auch Klavier- sowie Aikido-Darbietungen. Bei Aikido handelt es sich um eine defensive japanische Kampfsportart, welche auch fester Bestandteil des Unterrichts ist. Umrandet wurde das Fest durch ein Benefizkonzert von Baba Rai, ferner diverse Kinder-Mitmachaktionen sowie einen Kreativbasar.

Durch den Elternbeirat wurde eine Tombola ausgerichtet, die mit vielen interessanten Preisen lockte. Nach der kulinarischen Verköstigung mit Grillstation und Buffet fieberten die Kinder dem Lagerfeuer als krönenden Abschluss entgegen. Das sogenannte Johannifeuer hat eine lange Geschichte, gerade für Kinder ist dies ein fast schon magisches Ereignis und sozusagen ein Stück gelebte Geschichte, denn belegt ist dieser Brauch schon seit dem 12. Jahrhundert.

Hierbei springen die Mädchen und Jungen aller sechs Klassen über das heruntergebrannte Feuer, das nicht nur eine Mutprobe ist, sondern auch eine reinigende und schützende Wirkung haben soll.

Interessierte konnten sich über die Pädagogik und die Schule informieren, sowie bei einer Führung durch das Schulgebäude Einblicke in das Schulgeschehen erhalten.

Ab nächstem Schuljahr besteht die Freie Schule mit sieben Klassen, welche sukzessive bis zur 13. Klasse weiter ausgebaut wird. Die Schüler können neben der Mittleren Reife auch das Abitur erwerben. Interessenten können sich gerne an das Schulbüro wenden.